Montag, 17. Juli 2017

Es steppt der Waschbär

Seit Wochen wundern wir uns, dass am Gartenteich der Zaun gegen den Reiher plattgedrückt wird. Der erste Gedanke war: "Welcher Nachbar hat eine adipöse Katze??"... Ein anderer Nachbar meinte, sein Hochbeet würde von einem Dachs umgegraben werden. Er wollte eine Falle aufstellen. Über den Sinn dieser Aktion kann man diskutieren.

Er fing: zwei Igel, eine (schlanke) Katze und einen Waschbären. Igel und Katze durften wieder in die Freiheit, der Waschbär wurde 120 km weggefahren, damit er nicht mehr im Hochbeet randaliert.

Ich habe mehrfach gelesen, dass das nichts bringt. Dass ein fehlender Waschbär direkt durch neue Bären ersetzt wird und die Weibchen prompt mehr Jungtiere bekommen.

Tja... Seit 2 Wochen haben wir von einem Freund eine Wildkamera ausgeliehen. Und wir fotografierten bisher: Igel, Katze, einen großen Waschbär beim Pfotenwaschen.... Gestern dann Waschbär mit einem Jungtier. Letzte Nacht: Waschbär mit vier Jungtieren! Langsam mache ich mir Sorgen um meine Teichfische...








Mittwoch, 12. Juli 2017

Die Feldmaus von Tempelhof

Gestern waren wir mal wieder auf dem Tempelhofer Feld. Auch wenn ich es persönlich ja schade finde, dass es hier keinen Flughafen mehr gibt, aber zum Herumlaufen, Radfahren, Skaten und Drachensteigen ist es schon ein schöner Ort. Und riesig. Irgendwann muss ich auch endlich mal eine Führung durch die Gebäude machen. Ich kenne zwar den Flughafen als er eben noch einer war, aber da sah man ja nur einen kleinen Teil.

Bisher kam es mir immer auf dem Feld so vor, als seien hier überwiegend Familien mit Kindern, Bewohner der nahen Flüchtlingsunterkunft, Touristen, Sportler und Freunde des Urban Gardening. Gestern bin ich allerdings beim Weg zu einem Geocache erstmal einem Dealer vor die Füße gelaufen, der spontan plötzlich sein Geld vergessen hat. Da ich auf Ärger jeglicher Art keine Lust verspürte, habe ich ihn auf den Patzer lieber aufmerksam gemacht... Denn ich fühlte mich vor Schreck in etwa wie diese Maus, die ich an genau dieser Stelle auch noch antraf... ;-)

Feldmaus

Flughafengebäude von der Landebahn aus betrachtet

Landebahn 

Ehemalige Müllverbrennungsanlage der US-Army

Montag, 26. Juni 2017

Die Stockente

Für das Abschiedsgeschenk für den Kindergarten sollen alle Vorschulkinder einen Vogel malen. Mein Sohn wählte die Stockente als Motiv. Und das ist, was dabei herauskam.


Man könnte das eigentlich beliebig weiterführen...Mandarinente...Löffelente...Haubentaucher... Hauskatze...Erdmännchen... Meerschweinchen...

Mittwoch, 21. Juni 2017

Ausflug: blu in Potsdam

Vor ein paar Monaten unterhielt ich mich mit einer anderen Mutter in der Schule der Großen über Freizeitbädern. Und sie sagte folgendes:
"Also ich bin ja so froh, dass meine Kinder jetzt mit 12 und 14 endlich aus dem Wasserrutschen-Alter raus sind und nun mit in die Sauna gehen."
Hm... ich wagte es kaum zu gestehen, dass ich mit 36 immer noch im Wasserrutschen-Alter bin und Saunen sterbenslangweilig finde... Es gab sogar mal eine Phase, in der ich Saunen ein wenig mochte, aber das war nur eine Phase. Nun sind es wieder Wasserrutschen ;-P.


Und nachdem nun tagelang immer wieder in der Zeitung von der Eröffnung des neuen Schwimmbades blu in Potsdam die Rede war, hieß es: "Pack die Badehose ein...und dann nüscht wie ab nach Potsdam"... 

Blu nennt sich das neue Bad, ist eine Mischung aus Sport- und Freizeitbad und kein wirkliches Spaßbad, dafür ist es doch etwas klein. Es ist quasi ein Schwimmbad mit Spaßfaktor, dafür dann aber recht gut. Das Bad wurde erst am 7.6. eröffnet, entsprechend ist alles noch ganz neu. Luftballons waren bei unserem Besuch am 10.6.  in der Eingangshalle, die Tiefgarage noch nicht fertig, der Parkplatz recht klein - aber wir ergatterten ein Plätzchen.

Es gibt Tages- und 3-Stunden-Karten, man kann ins Sportbad oder ins Familienbad.
Eine Familienkarte fürs Spaßbad (mit Sportbadnutzung) schlägt mit 24 Euro zu Buche (2 Erwachsene plus 2 Kinder), regulär für Erwachsene kostet es 12 Euro und für Kinder 7 Euro.



Am Eingang gibt es Armbändchen mit Chip, damit kommt man durch die Türen, kann den Schrank verschließen und das Essen im Restaurant/Imbiss bezahlen. Kennt man aus anderen Bädern auch. Man sollte aufpassen, dass man, wenn man nur fürs Sportbad bezahlt hat und auch nur dorthin möchte, nicht versehentlich in den Spaßbereich läuft... das kostet extra und wird nicht erstattet.

Es gibt ein paar Chip-Lesegeräte, die anzeigen, welchen Schrank man ausgewählt hat (man vergisst es ja, wenn keine Nummer draufsteht und man freie Wahl hat...). Das heißt aber auch: bei Verlust des Armbands ist Eile angesagt, bevor jemand das Band findet, die Nummer herauskriegt und den Schrank ausräumt...Da ist es dann nicht anders als bei klassischen Bändchen mit Nummer auf dem Schlüssel... Wertsachenfächer sind draußen im Flur, die werden klassisch mit Euro-Münzen gefüttert und sind leider nicht im Sichtbereich der Kassen.


Der Spaßbereich ist nicht endlos groß und es gibt nur zwei Rutschen. Eine quietschbunte Breitrutsche und eine recht große Röhrenrutsche mit Spaßfaktor. Man nutzt Reifen , entweder für eine oder zwei Personen oder eine Matte und dann geht es los auf Höhe der Hallendecke. Die Rutsche hat mehrere Programme, die per Knopfdruck gewählt werden können - Unterwasserwelt, Disco und Thriller. Die Knöpfe funktionieren nicht wirklich. Wir haben etliche Versuche gebraucht, bis wir alle Programme mal endlich gesehen hatten. Am besten gefällt mir Thriller, am Ende geht es da mit Vollgas in die Hölle ;-). Das Programm besteht aus Soundeffekte, die gut in der Rutsche hallen und kleinen Videos auf den zahlreichen Monitoren. So wird es nicht so schnell langweilig, denn es gibt immer anderes zu sehen.

Zudem gibt noch Punkte in der Rutsche, die man berühren kann und unten wird die Punktzahl angezeigt. Das klappte bei uns allerdings auch nicht so wirklich. Cool sind auch der Trichter in der Rutsche, der einen ordentlich hochwirbelt (und manchmal dreht) sowie eine komplett durchsichtige Fläche, die einen Blick nach unten möglich macht. Schon cool, so kann man viele Mal rutschen ohne Langeweile.



Zudem gibt es Sprudelliegen, einen Strömungskreisel und bei unserem Besuch auch eine Wasser-Slackline. Eine kleine Kletterwand am Wasserbecken und dann noch ein separater Kleinkinderbereich mit Sprudeltieren, kleinem Fluss und warmen Wasser. Spielgeräte aus Plastik zum Wasserschöpfen können ausgeliehen werden.

Bei unserem Besuch war es nicht voll. Wir waren dort, als in Berlin zwar noch Ferien waren, in Brandenburg aber nicht. Zudem waren wir direkt vormittags um 10 Uhr zu Beginn der Öffnungszeiten da. Gegen 14 Uhr wurde es voller. Aber kein Vergleich zum Turm in Oranienburg, wo man manchmal unglaubliche Schlangen vor der Tür findet.

Es soll auch einen Außenbereich geben. Bei unserem Besuch war das noch eine Baustelle mit Baggern und allem drum und dran.

Der Gastronomiebereich ist im Obergeschoss, man kann von hier auf den Spaßbereich schauen und soll keinesfalls ein Glas hinabwerfen...("denke auf keinen Fall an einen blauen Elefanten...!"... und, was passiert?...mit anderen Worten, man bringt die Leute mit dem Schild auf Ideen...).


Die Preise sind schwimmbadtypisch mit 2,50 Euro für Pommes und 2,80 Euro für Bratwurst. Und happige 6,90 Euro für einen (allerdings großen) Burger. Es gibt auch Wraps und andere gesündere Alternativen zum Fast Food.

Alles in allem: es ist kein zweites Tropical Islands, man darf nicht zuviel erwarten. Aber für ein Schwimmbad im Spaßbereich ist es schon schön, aber durchaus kein preisgünstiges Vergnügen. Aber allein für die Rutsche lohnt sich ein Besuch ;-).

Sonntag, 18. Juni 2017

Die Märkische Kiste

Ich habe mir etwas vorgenommen....Ich möchte alle Geocaches Berlins finden (was natürlich dadurch erschwert wird, dass immer wieder neue herauskommen ;-)), aber inzwischen habe ich bereits 3/4 der aktuell ca. 4500 gefunden und dadurch schon enorm viele Winkel der Stadt gesehen. Das ist für mich auch der eigentliche Sinn des Ganzen - ich möchte überall in der Stadt mal gewesen sein, zu Fuß oder mit dem Rad.

In meinem nächsten Leben könnte ich problemlos Fremdenführerin werden. Oder Taxifahrerin. Ich kann definitiv nicht mehr verloren gehen, bis auf wenige Flecken war ich inzwischen überall und blicke langsam selbst im Süden der Stadt durch. Wenn man dann bedenkt, dass ich mich vor wenigen Jahren noch wunderte, als mir eine Freundin erzählte, sie zieht nach Tempelhof, denn von dort habe es ihre Tochter nicht weit nach Steglitz zur Oma.... Und ich nur dachte "Was? Das ist doch total weit weg, einmal U6, einmal U9?!" ;-).

Vor kurzem zog es mich mal wieder nach Marienfelde. Also wurde das Fahrrad geschnappt und ab damit in die vormittags zum Glück leere S-Bahn. Zunächst ging es noch einmal nach Alt-Marienfelde zu den Ziegen mit Eier-Automat und dann weiter in Richtung Industriegebiet. Schön ist anders, aber man sieht ab und an Überraschendes.

So entdeckte ich noch einen Automaten, den ich so noch nicht kannte. Ein Regiomat. Es gibt verschiedene dieser Automaten in ganz Deutschland und dieser hier nennt sich auch "Märkische Kiste". Man kann dort alles kaufen, was man auch im Supermarkt kaufen könnte. Von Milch über Honig (für 7 Euro!), Kartoffeln, Müsli, Bratwurst bis hin zu Butter war da einfach alles... Alles recht teuer, alles regional, vielleicht auch bio. Mitten im Industriegebiet an der Motzener Straße.



Und wenn man sich vor dem Essen die Hände waschen möchte, aber keine Seife zur Hand hat, kann man die ja am Seifenautomaten in der Nähe kaufen...

Was gab es sonst noch zu sehen? Einen beeindruckenden Geschwindigkeitsrekord von vor über 100 Jahren...



Und ein Glaszelt mit ohne Dach...





Mittwoch, 7. Juni 2017

Hält nicht überall...

In den letzten Tagen bin ich sehr viel Bahn gefahren, über 2000 km sagt mein Google- Standortverlauf... Hin und her und quer durchs Land... Nein, ich bin nicht verrückt geworden oder unter die Pufferküsser gegangen, es war einfach nur ein Auftrag, bei dem das Herumfahren zwingend dazu gehörte. Immer wieder schön und diesmal auch bei gutem Wetter.

Ich war in Hannover (mehrfach!) und in Hamburg. Und auch in Duisburg. Ganz ehrlich, da möchte ich nie wieder hin...unheimlicher Ort, es lag sogar ein (hoffentlich unechtes) Maschinengewehr einfach am Hauptbahnhof herum! Ich bin am Düsseldorfer Flughafen gewesen und dann in Düsseldorf an sich, aber nur kurz, denn der ICE wartete schon.

Und unterwegs auch ein wenig Zeit, um Fotos zu machen...

Diese unglaublich präzise Angabe...


Hier fehlt noch ein wichtiges Teil...


Und hier habe ich echt einen Moment überlegt, wie das gemeint ist ist. Vermutlich war mein Gehirn noch zu geflasht von dem Gewehr, um hier zu schnallen, dass das die Angabe ist, wo welche Bahn hält...








Montag, 29. Mai 2017

Kurz mal nach Schweden - Minikreuzfahrt nach Göteborg mit Stena Lina

Schon sehr lange habe ich mit einer Minikreuzfahrt geliebäugelt. Immer wieder kam Werbung für die Fahrten mit Colorline nach Oslo an mir vorbei, aber ich fand nie so das wirklich perfekt passende Angebot. Anfang des Jahres kam mir dann Werbung der Stena Line unter. Es gab Sonderpreise - für 44 Euro pro Person sollte es hin und auch wieder zurück von Kiel nach Göteborg gehen. In Schweden waren wir noch nie, der Preis günstig und ich fand das Angebot sogar in einem Zeitraum, der uns wunderbar passte. Fix noch eine 19 Euro-Aktion der Bahn abgewartet und schon konnte es losgehen...



Letzte Woche ging es dann los. Mit dem ICE ging es nach Kiel. Als wir dort ankamen, lag schon das beeindruckend große Schiff der Stena Line mit den 11 Etagen am Schwedenkai. Gegenüber lag die Colorline am Norwegenkai und war noch größer. Wir hatten etwas zu viel Zeitpuffer in Kiel eingeplant und hatten daher noch die Möglichkeit, ein wenig die Stadt anzuschauen. Nett - schon am Bahnhof ist es schön, mit einer Bahnhofshalle voller Segel.



Das Schiff
Kurz vor dem Einchecken ging es noch zu Rewe, um Proviant zu kaufen. Wir hatten uns gegen das 30 Euro teure Abendbuffet im Schiff entschieden, denn die Kinder hätten mit Sicherheit kaum etwas gefunden. Was nicht am Büffet lag, sondern eher am wählerischen Essverhalten ;-). Also, eingekauft, was wir kennen und los... Das Gepäck wurde durchleuchtet wie am Flughafen und dann ging es hinauf, höher und höher die Schräge hoch, um dann im 8.Stock bzw. Deck das Schiff zu betreten.

Ein Schiffsmaler
Für den Preis bekamen wir natürlich nur zwei Innenkabinen. Die waren sauber, ordentlich, sogar mit Fußbodenheizung. Dusche und WC waren selbstverständlich auch dabei. Und ein Fernseher mit einer Handvoll deutscher Senden (ARD, ZDF...). In der Kabine an sich war ein Bett oben, eins unten. Das obere konnte man am Tage hochklappen. Es gab faktisch keinen Rausfall-Schutz, mit kleinen Kids ist das eher nichts, aber man könnte einen solchen Schutz kostenlos bekommen. Eine Leiter kann man einhängen oder eben abmachen, damit sie nicht im Weg herumsteht.

Wir haben beschlossen: beim nächsten Mal nehmen wir definitiv eine Außenkabine. Den Aufpreis ist es auf jeden Fall wert. Ein Fenster ist ein Muss. Denn so hingen wir immer außerhalb der Kabine herum - entweder oben auf dem Sonnendeck oder an den Fenstern. Denn wir wollten doch aufs Meer hinausschauen...Und es gab unterwegs durchaus auch viel Land zu sehen.

Kojen
Bei der Buchung konnte man diverse Dinge zusätzlich buchen. Weinflasche in die Kabine, Straßenbahnticket für Göteborg, Stadtrundfahrt in Göteborg... Und Kinderpakete. Für 7 Euro sollte es explizit einen niedlichen Plüsch-ELCH und kleine Überraschungen geben. Ich habe für meinen 6 Jahre alten Sohn so ein Paket mitgebucht. Tja...Und DAS ist unser "Elch". Er heißt Sparkles.

Ein Elch...
Kreuzfahrt ist natürlich schon etwas geprahlt für eine solche Fahrt. Sie nennen es vermutlich nur so, weil es schön klingt und natürlich schon eine komplette Reise ist - es geht hin und zurück, man macht einen Landgang zwischendurch ;-).  Es gibt im Schiff ein Restaurant, eine Bar, abends Bingo und einen Sänger. Man kann Lose kaufen, um "viele schöne Preise" zu gewinnen. Dazu gab es sogar eine Durchsage ;-)

Direkt nach dem Ablegen am Abend, sowohl in Kiel als auch in Göteborg ging es gegen 18:45 jeweils los, strömen alle aufs Sonnendeck. Da öffnet dann die Bar, es gibt Bier, Slush, Nüsse und einen Grill - dort kann man Hamburger order Bratwurst erstehen. Die teuerste Bratwurst meines Lebens - für 6 Euro...! Immerhin, eine Art HotDog-Brötchen war dabei. Erinnerungen an die 30 Euro-Pizza in Oslo kamen auf ("Lasst uns in eine günstige Pizzeria gehen!" sagte meine Freundin, die in Oslo lebt ;-))

Direkt an der Bar sind die Panorama-Suiten. Sie sehen ganz toll aus, aber der Balkon geht in Richtung Bar-Bereich. Man hat direkt alle Leute vor sich sitzen. Privatsphäre ist da wohl eher nicht gegeben. Andererseits ist es nur kurz nach der Abfahrt dort oben so voll. Sobald es nichts mehr zu sehen gibt (keine Kieler Bucht mehr bzw. keine Schärengärten mehr), schließt die Bar auf dem Sonnendeck und es öffnet die im Inneren des Schiffes. Alles spielt sich auf Deck 7 ab - Shop, Restaurant, Bühne, Kinderspielecke...sie war eher klein, aber zumindest mein Sohn fand es super. Für das Alter meiner Tochter gab es nichts, außer einen Nintendo DS zum Ausleihen.

Die Überfahrt dauert gut 14 Stunden. Oder:


Mit knapp 30 km/h geht es über die Ostsee, mentholbetrieben, die dunklen Wolken aus dem Schornstein haben uns beeindruckt, sie waren aber nur bei der Abfahrt zu sehen. Die Nacht über war es ruhig, trotz Gewitter und Windstärke 9. Man merkte nur ein sanftes Schaukeln. Nur das Duschen war komisch, während das Schiff so vor sich hin schaukelte.


Man sollte unbedingt darauf achten, dass man bei seinem Telefon die mobilen Daten und Roaming ausschaltet. Denn trotz Inklusiv-Roaming in fast ganz Europa wird es auf dem Schiff sehr teuer, da es nur Schiffsfunk gibt. Erst in Hafennähe kann man alles wieder beruhigt anschalten.

Aber man braucht die mobilen Daten auch nicht, denn es gibt gratis Wlan, das aber nur in den öffentlichen Bereichen zuverlässig funktioniert. Als ich meinen Begleitern verkündete, dass das Wlan funktioniert, hörte ich eine Frau hinter mir zu ihrem Mann sagen:
"Alle reden von Wlan - ich weiß nicht mal, was das ist!"


Für den Morgen auf der Hinfahrt hatten wir das Frühstücksbuffet gebucht. Das kostete für alle zusammen ca. 30 Euro (vorab gebucht ist es billiger als vor Ort). Es war ein großes Buffet, dessen Angebot ziemlich das enthielt, was auch Hotels bieten - Brötchen mit Aufschnitt aller Art, Marmelade, ein großes Nutella-Glas mit darin steckenden Messer für alle. Lachs, Rührei, gekochte Eier, Speck, Eierkuchen, Müsli, Joghurt, etwas Obst. Saft, Kaffee und Tee natürlich ebenfalls. Es war in Ordnung, wir zogen gestärkt in den Tag.
Auf der Rückfahrt habe ich kein Frühstück mitgebucht, da wir in Kiel in einem Café frühstücken wollten - und das war auch gut, denn auf der Rückfahrt war die Fähre irre voll, alle wollten frühstücken und es kamen immer Durchsagen, man möge sich beeilen, damit noch alle vor Erreichen des Ziels essen können.

Kenn dein Limit...oder so...
Und das Publikum? Bunt gemischt. Familien, Motorradfahrer, alte Leute, etliche Minikreuzfahrer. Und viele Schweden, die zum Einkaufen kamen, da Alkohol auf der Fähre bis zu 60% billiger ist. Man sah Leute mit kleinen Handkarren mit kistenweise Alkohol. Im Schiff wurde auch einiges konsumiert. Manche torkelten schon 30 min nach dem Ablegen. Insgesamt war aber alles ruhig, keine Ballermann-Stimmung oder ähnliches.


Die Einfahrt nach Göteborg ist sehr schön. Blick auf die Schärengärten, kleine rote Häuschen, eine Brücke, unter die das Schiff gerade so hindurchpasst... Möwen kamen und futterten Käsewürfel.



Göteborg... eine Stadt ohne echte Highlights  - keine weltberühmten Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben muss... Aber eine durchaus schöne Stadt. Die Blumenkübel und Rabatten in den Parks waren beeindruckend schön bepflanzt. Hier hat wohl jemand ein echtes Händchen für Gestaltung mit Blumen. Mein Vorschlag, wir könnten eine Hop-on/Hop-off-Tour mit einem Boot machen, wurde leider abgeschmettert mit der Begründung, dass wir ja wohl mehr als genug Boot gefahren seien.

Am Hauptbahnhof gesehen...
Und so ließen wir uns zu Fuß durch die Innenstadt treiben und schauten uns um. Die Zeit reichte nicht wirklich für Vergnügungspark oder Museen, die mir empfohlen wurden. Dafür hatten wir schon zu viel Zeit mit "erst einmal zurecht finden" verbracht.

Schären
Daher ein Tipp: schon vorab bei der Buchung der Minikreuzfahrt ein Tagesticket für die Straßenbahn in Göteborg kaufen. Die Haltestelle ist ca. 200 m vom Deutschlandterminal entfernt und von dort geht es recht fix in die Innenstadt. Das Kaufen der Fahrkarte vorab erspart das Suchen.

Ein wenig nervig ist, dass man im Schiff kein Geld umtauschen kann. Zum Glück gibt es dann in Göteborg alle paar Meter einen Geldautomaten.

Traurig?
Wie gesagt, wir haben den Tag mit Herumlaufen, hier und da schauen, Eis essen und dem Suchen einiger Geocaches verbracht (es gibt hier einen Cache aus dem Jahr 2001...das dürfte für manchen interessant sein :-)). Auch mal ganz schön und das Wetter war großartig.



Wir haben die gesamte Innenstadt gesehen und fuhren dann  zurück zum Deutschlandterminal. Das Gepäck kann man während des Ausflugs übrigens in der Kabine lassen, man fährt mit dem gleichen Schiff ja abends wieder zurück.


Nach knapp 9,5 Stunden legt die Fähre dann wieder ab und es geht zurück nach Kiel. Uns hat es gut gefallen und wir werden mit Sicherheit wieder mal eine Minikreuzfahrt machen, beim nächsten Mal vielleicht dann nach Oslo.


Sonntag, 21. Mai 2017

Eier-Automat

Vor kurzem habe ich eine Radtour durch Marienfelde gemacht. Viel Industrie gibt es hier, zwischendurch dann Plattenbauten mit unglaublicher Oma-mit-Rollator-Dichte, aber direkt in einer Art "Dorfkern" ist ein Bauernhof mit Ziegen und anderem Getier - und diesem Eier-Automaten. Ich habe so etwas zuvor noch nie gesehen, aber einige Freunde meinten, sie kennen solche Automaten quasi seit ihrer Kindheit...